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	<title>Neuer Yogawille &#187; Yoga</title>
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		<title>Buch-Neuerscheinung:   Ein Neuer Yogawille und seine therapeutische Anwendung bei Ängsten und Depressionen</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 19:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der vor kurzem erschienenen Neuauflage des Buches &#8220;Die Angst als eine jenseitige Krankheit&#8221; wurden die Inhalte auch mit einem neuen Titel versehen: &#8220;Ein Neuer Yogawille und seine therapeutische Anwendung bei Ängsten und Depressionen&#8221; leuchtet einem nun von dem in hellem blau gehaltenen Cover entgegen.
Heinz Grill legte bei diesem Buch sein Augenmerk auf die Nachvollziehbarkeit und Anschaulichkeit der darin gemachten Aussagen. Dies drückt sich auch in dem erweiterten Bildmaterial zu den darin beschriebenen asana und den beigefügten Skizzen zur Empfindungsdimension der Übungen aus. Als Beispiel zitiere ich den Schulterstand, wie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mit der vor kurzem erschienenen Neuauflage des Buches &#8220;Die Angst als eine jenseitige Krankheit&#8221; wurden die Inhalte auch mit einem neuen Titel versehen<strong>: </strong>&#8220;Ein Neuer Yogawille und seine therapeutische Anwendung bei Ängsten und Depressionen&#8221; leuchtet einem nun von dem in hellem blau gehaltenen Cover entgegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Heinz Grill legte bei diesem Buch sein Augenmerk auf die Nachvollziehbarkeit und Anschaulichkeit der darin gemachten Aussagen. Dies drückt sich auch in dem erweiterten Bildmaterial zu den darin beschriebenen asana und den beigefügten Skizzen zur Empfindungsdimension der Übungen aus. Als Beispiel zitiere ich den Schulterstand, wie er im Buch auf Seite 27 abgebildet ist, mit der originalen Bildunterschrift:</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-475" href="http://yogawille.de/2010/10/10/buch-neuerscheinung-ein-neuer-yogawille-und-seine-therapeutische-anwendung-bei-angsten-und-depressionen/schulterstand/"><img class="aligncenter size-full wp-image-475" style="margin-left: 120px; margin-right: 120px;" title="schulterstand" src="http://yogawille.de/wp-content/uploads/2010/10/schulterstand.jpg" alt="" width="350" height="467" /></a></p>
<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Schulterstand &#8211; Endstellung</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Der Lernschritt besteht darin, dass die Vorstellungsinhalte wiederholt gedacht werden, bis sie schließlich auf das Leben übertragbar sind und das gewünschte Ideal erzeugen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">So ist das Buch nun auf hervorragende Weise als Übungs- und Schulungsbuch für Yogakurse, aber auch zum Selbststudium für von Ängsten und Depressionen Betroffene geeignet.  Ganz besonders sorgfältig wurden die Lernschritte herausgearbeitet, die aus den Übungen in das tägliche soziale Leben umgesetzt werden können. Dabei wurden drei Ebenen berücksichtigt : Das elementare Erlernen der Übung, das Erleben der aktiven Seelenbeteiligung im Denken, Fühlen und Wollen und schließlich die Übertragung des gelernten Inhaltes auf das Leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der Beschreibung dieser Übungsreihe, die auch für Anfänger gut zugänglich ist, folgt ein völlig neu konzipiertes Kapitel über die Atmung, das anhand von Körperübungen vier verschiedene Atemformen, die mit den vier Hauptorganen Herz, Nieren, Leber und Lunge in Verbindung stehen, beschreibt und das Verständnis zur Atmung vertieft. Diese Inhalte eignen sich auch gut für die Umsetzung in einem Yogakurs.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Mittelteil des Buches beschreibt Heinz Grill die Depression, die schizoide Angst und die Entfremdungstendenzen der heutigen Zeit sowie die Psychose in ihren körperlichen und psychischen Ausdrucksformen, in ihren seelisch-geistigen Zusammenhängen und ihren Heilansätzen. Ergänzende Ausführungen zum Kalk- und Kieselsäureprozess im Menschen und zu den beiden Metallen Eisen und Kupfer geben für Betroffene wie auch für Therapeuten wertvolle Anregungen für die therapeutische Unterstützung sowohl von körperlicher Seite wie auch über die Bewusstseinsformung.</p>
<p style="text-align: justify;">In dieser dritten Auflage hat nun auch die Ernährung einen größeren Raum bekommen. In vier Kapiteln eröffnet sich für den Leser die Ernährung als ein sehr vielseitiges und lebendiges Gebiet, das die kreativen, künstlerischen und gestaltenden Fähigkeiten des Menschen, sein Beziehungsfeld und seine Bewusstseinsentwicklung tief berührt und das gerade auch bei Depressionen, Ängsten und psychischen Krisen neue Perspektiven eröffnen kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Die abschließenden Kapitel vermitteln wichtige Unterscheidungs- und Erkenntnisgrundlagen für das Verständnis zur Spiritualität und für die Orientierung auf dem geistigen Entwicklungsweg. Besonders anhand einiger Zeichnungen, die am Ende angefügt sind, kann der Leser lebendige Empfindungen zu den verschiedenen Ausdrucksformen entwickeln, wie sich Ängste unterschiedlich im Gesicht zeigen können. Ein feinerer Blick nicht nur für die äußere Mimik und Haltung, sondern auch für die mehr „wesenhaften“ Stimmungen, die einen psychisch kranken oder geschwächten Menschen begleiten, kann ausgeprägt werden.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #000000;"><span><span style="font-size: x-small;"><a rel="attachment wp-att-474" href="http://yogawille.de/2010/10/10/buch-neuerscheinung-ein-neuer-yogawille-und-seine-therapeutische-anwendung-bei-angsten-und-depressionen/psychose/"><img class="aligncenter size-full wp-image-474" style="margin-left: 120px; margin-right: 120px;" title="psychose" src="http://yogawille.de/wp-content/uploads/2010/10/psychose.jpg" alt="" width="350" height="405" /></a></span></span></span></p>
<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<p style="text-align: center;" lang="de-DE"><strong>Bild der Psychose</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die wesensgemäße Besetzung, die der Psychose-Kranke für seine Identität hält, ist oft eine Art Abbild für Kräfte, die im Außen wirksam sind.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Buch ist in der nun vorliegenden Form, nicht zuletzt durch die zahlreichen, in lichtem blau gehaltenen Randbemerkungen eine Quelle weiterführender Gedanken für Therapeuten, für von Ängsten betroffene Personen und für Yoga-Übende.</p>
<p style="text-align: left;">Viel Freude beim Lesen,</p>
<p style="text-align: left;">Bernhard Spirkl</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p>Hier noch die genauen Daten:<strong> </strong></p>
<p><strong>236 Seiten, 59 Fotos, 14 Zeichnungen, Hardcover</strong></p>
<p><strong>ISBN 978-3-941995-88-8</strong></p>
<p><strong>Bestellbar unter: <a href="http://www.yogabuecher.de/epages/61393236.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61393236/Products/978-3-941995-88-8" target="_blank">www.yogabuecher.de</a><br />
</strong></p>
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		<title>Der Begriff des „Neuen Yogawillens“ bei Rudolf Steiner und Heinz Grill</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 14:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

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		<description><![CDATA[

&#8220;Das muß das Bestreben des fünften nachatlantischen Zeitraums sein. Das Bestreben des fünften
nachatlantischen Zeitraums muß sein, wiederum etwas im Menscheninneren zu finden, wo sich in
dem, was wir in uns finden, zu gleicher Zeit ein äußerer Prozeß abspielt.&#8221;
Zeichnung und Text aus Rudolf Steiner, "Die Sendung Michaels" 30.November 1919

Der Begriff des Yoga 
Der Begriff „Yoga“ leitet sich etymologisch von der Wurzel „yui“ ab, die im Sanskrit für die Tätigkeiten des „verbindens“,  „anbindens“ oder „anjochens“ gebraucht wird. So wie uns der Begriff in den alten Quellenschriften des Yoga wie etwa der Bhagavad ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-444" href="http://yogawille.de/2010/09/05/der-begriff-des-%e2%80%9eneuen-yogawilles%e2%80%9c-bei-rudolf-steiner-und-heinz-grill/lichtseelenprozess/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-444" title="lichtseelenprozess" src="http://yogawille.de/wp-content/uploads/2010/09/lichtseelenprozess-145x300.jpg" alt="" width="145" height="300" /></a></p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Das muß das Bestreben des fünften nachatlantischen Zeitraums sein. Das Bestreben des fünften<br />
nachatlantischen Zeitraums muß sein, wiederum etwas im Menscheninneren zu finden, wo sich in<br />
dem, was wir in uns finden, zu gleicher Zeit ein äußerer Prozeß abspielt.&#8221;</p>
<pre>Zeichnung und Text aus Rudolf Steiner, "Die Sendung Michaels" 30.November 1919</pre>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Begriff des Yoga </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Begriff „Yoga“ leitet sich etymologisch von der Wurzel „yui“ ab, die im Sanskrit für die Tätigkeiten des „verbindens“,  „anbindens“ oder „anjochens“ gebraucht wird. So wie uns der Begriff in den alten Quellenschriften des Yoga wie etwa der Bhagavad Gita begegnet ist er sehr weit und universal auf die verschiedensten Wege und Bemühungen um eine Vereinigung des individuellen Menschseins mit dem universellen Ursprung, dem paratman bezogen. Die Bhagavad Gita hebt vor allem drei Wege des Yoga hervor, die in sich zu einem dreieinigen Pfad, einem „trimarga“ wie es Sri Aurobindo nennt, verschmelzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der jnana-Yoga umfasst die Bemühung um Erkenntnis und Weisheit, der bhakti-Yoga die liebende Hingabe an den Geist und karma-Yoga, der Weg des „Handelns im Nichthandeln“ beschreibt die Loslösung von der Ich-Identifikation bei der Vollbringung von Werken und Tätigkeiten im Leben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rudolf Steiners Verhältnis zum Yoga</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Rudolf Steiner hat sich, vor allem während der ersten Jahre seines Wirkens als Generalsekretär der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft intensiv mit dem Yoga, seiner Herkunft und Philosophie, sowie den Wirkungen einer klassischen orientalischen Yogapraxis auf die mitteleuropäische Geistesentwicklung auseinandergesetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor allem, als Rudolf Steiner immer mehr den Schulungsweg des Rosenkreuzers als den eigentlich modernen und zeitgemäßen Geistschulungsweg herauszuarbeiten begann, finden sich oft Gegenüberstellungen der verschiedenen Schulungswege in seinem Vortragswerk, die dem damaligen theosophischen Publikum, das der theosophischen Tradition folgend vielfach selbst Yogaübungen praktizierte, zur besseren Orientierung verhelfen sollten und in denen er die Verschiedenheit der Zielsetzungen dieser Wege sehr detailliert herausarbeitet<sup><a name="sdfootnote1anc" href="#sdfootnote1sym"><sup>1</sup></a></sup></p>
<p style="text-align: justify;">Steiner macht in diesen Vorträgen vielfach deutlich, dass der Yoga des Ostens den Weg, den die Menschheit hinein in die materielle Welt beschritten hat, wieder umkehren und &#8211; die bisherigen Entwicklungsstufen gewissermaßen wieder preisgebend &#8211; in die geistigen Welten aus denen sie einstmals herabgestiegen ist, wieder zurückgehen wolle.</p>
<p style="text-align: justify;">Dem stellt er die Rosenkreuzerschulung gegenüber, die, dem Wesen eines esoterischen Christentums entsprechend, im Ich des Menschen ansetzt, und &#8211; künftige Entwicklungszustände des Menschen vorweg nehmend &#8211;  vorwärtsgewandt ausgerichtet sei.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Bezug auf die Atemübungen, des Pranayama, die in den verschiedenen Schulen des Yoga auch heute noch einen hohen Stellenwert einnehmen, macht Steiner deutlich, wie sich das frühere „Yogaatmen“ heute in ein „Ausbilden des seelisch geistigen Atmens in dem Erkenntnisprozeß durch Wahrnehmen und Denken“ verwandeln müsse:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em>„Der Orientale sagt: Systole und Diastole – Einatmung, Ausatmung. Der Abendländer muß an die Stelle setzen: Wahrnehmung – Denken. Der Morgenländer sagt: Ausbilden des physischen Atems. Der Abendländer sagt: Ausbilden des seelisch geistigen Atmens in dem Erkenntnisprozeß durch Wahrnehmen und Denken.“</em><sup><a name="sdfootnote2anc" href="#sdfootnote2sym"><sup>2</sup></a></sup></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Dieses Grundmotiv, auf das Steiner schon in seiner „Philosophie der Freiheit“ mit dem Zusammenwirken von Denken und Wahrnehmung hindeutet, taucht über die Jahre seines Wirkens im Vortragswerk wiederholt auf und kumuliert am 30. November 1919 im Vortragszyklus „Über die Sendung Michaels“ in der Aufforderung  nach der Entwicklung eines „Neuen Yogawillens“:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em>„Von außen wirken die Weltgedanken in uns herein, von innen wirkt der Menschheitswille hinaus. Es durchkreuzen sich Menschheitswille und Weltgedanken in diesem Kreuzungspunkte, wie sich im Atem (als die Atemluft noch beseelt war A.d.V.) das Objektive mit dem Subjektiven einstmals überkreuzt hat. Wir müssen fühlen lernen, wie durch unsere Augen unser Wille wirkt, und wie in der Tat die Aktivität der Sinne leise sich hineinmischt in die Passivität, wodurch sich Weltgedanken mit Menschheitswillen kreuzen. Diesen neuen Yogawillen, den müssen wir entwickeln. Damit wird uns wiederum etwas ähnliches vermittelt, wie vor drei Jahrtausenden den Menschen in dem Atemprozeß vermittelt wurde.“ </em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Hiermit wird deutlich, dass für Steiner ein Anknüpfen an heute überholte Formen eines „Alten Yogawillens“ für moderne und zukünftige geistige Schulungswege nicht mehr möglich erscheint.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der „Neuen Yogawille“ bei Heinz Grill</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Als Heinz Grill Ende der 80er Jahre seinen von ihm damals als „Yoga aus der Reinheit der Seele“ benannten Yogaweg entwickelte, war ihm das Werk Rudolf Steiners nur in wenigen Ausschnitten bekannt. Er schöpfte von Anfang an aus den eigenen Quellen eines geistigen Schauvermögens, das sich ihm von der frühen, vom Bergsteigen geprägten Jugend an, immer mehr erschlossen hatte. Vor Heinz Grill stand damals recht deutlich die Notwendigkeit, den Yoga und seine Übungen in einen neuen Kontext stellen zu müssen, sollte dieser als Weg für den heutigen Menschen als spiritueller Weg wieder fruchtbar und gangbar werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Körperübungen (asana), welche im heute üblichen Yoga meist mit dem Ziel der Energieaufladung einhergehen, sollten nicht als Mittel der Aufladung mit prana (Ätherenergien) genutzt werden, sondern wurden von Heinz Grill zu einer künstlerischen Ausdrucksform imaginativen Erlebens umgeformt. Ähnlich wie die Eurythmie den imaginativen Gehalt eines Buchstabens zum Ausdruck bringen kann, dieser Ausdruck aber nur dann real zustande kommt, wenn der Eurythmist bereits einen Sinn für die imaginative Dimension des Lautes entwickelt hat, so sollten die Übungen des Yoga primär der Sinnentwicklung für die Imaginationen dienen, welche wiederum ihren künstlerischen  Ausdruck im Körper finden können. Die Yogaübung wird damit nicht mehr als Methode zur Aufladung oder auch kontemplativen Versenkung verwendet, sondern erhält ihren Status als Ausdrucksfeld künstlerischer Betätigung.</p>
<p style="text-align: justify;">Waren die ersten Bücher, wie das 1989 erschienene „Harmonie im Atmen“ noch mehr, wie Heinz Grill heute sagt, vom Erleben der Empfindungsseele geprägt, so lässt sich an den nun Jahr für Jahr neu erscheinenden Büchern eine Entwicklung ablesen, welche die Begrifflichkeiten immer deutlicher herausarbeitet.</p>
<p style="text-align: justify;">Das klassische, auf absoluten Gehorsam ausgerichtete Lehrer-Schüler Verhältnis des Yoga, erhält bei Heinz Grill eine Umdeutung in ein „Arbeitsbündnis“, innerhalb dessen sowohl Lehrer als auch Schüler auf das gleiche Ziel zugehen, ihr Leben zu einer Gabe für die Weltenentwicklung zu machen. Das Pranayama („Yogaatmen“), dem er in „Harmonie im Atmen“ noch ein eigenes Kapitel widmete, verliert in den folgenden Jahren immer mehr an Bedeutung und Heinz Grill betont stärker die exakte Gedankenbildung anhand von Texten im Sinne eines spirituell-mentalen Studiums.</p>
<p style="text-align: justify;">Als schwierig integrierbar für moderne spirituelle Wege erachtet H. Grill die Formen des Yoga, die Gruppenenergien zu Aufladung benutzen. Das Einschwingen innerhalb von Gruppen, z.B. auf ein Mantra, ist auch im modernen Yoga weit verbreitet und gibt dem Übenden das Gefühl eines Getragen-Seins von diesen Energien. Aus geistiger Sicht ist für Heinz Grill dabei aber oft zu beobachten, wie durch die damit einhergehende Ich-Aufgabe heute im steigenden Maße Wesenheiten den Übenden ergreifen, welche  einer gesunden Entwicklung und Ausstrahlung abträglich sind<sup><a name="sdfootnote3anc" href="#sdfootnote3sym"><sup>3</sup></a></sup>.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine der wesentlichsten Grundaussagen von Heinz Grill in diesem Zusammenhang ist es, dass weder der Lehrer, noch eine Gruppenenergie, noch eine Übungstechnik die Entwicklung des Ich von Außen impulsieren kann, vielmehr sollte an die Stelle der mehr energetischen Übungsweisen des Hatha-Yoga eine fundierte Schulung der Seelenkräfte des Denkens, Fühlens und Wollens anhand von Seelenübungen und Körperübungen treten, damit das Ich in den Weltenzusammenhang auf richtige Weise eintreten kann. So schreibt Heinz Grill über die Orientierung seines Yoga:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p><em> „Ohne die fachliche und intensive Schulung der Seelenkräfte und ohne Entwicklung einer gewissen übersinnlichen Erkenntnisfähigkeit kann wohl heute eine spirituelle Yogadisziplin nicht mehr bestehen. Das Denken darf deshalb im Sinne des Yogaweges nicht zu einem zu schnellen und vorzeitigen ruhigen Schweigen geführt werden, sondern es muss auf eine spezielle fachspezifische Weise durch den sogenannten Gedankenbildevorgang zu einem eigenen und universalen Wesensglied weiter entwickelt werden. In der Gedankenbildefähigkeit atmet die erste Grunddisziplin des schöpferischen Geistes.“</em><sup><em><a name="sdfootnote4anc" href="#sdfootnote4sym"><sup>4</sup></a></em></sup></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ganz zentral durchzieht auch der bereits erwähnte Grundgedanke von Rudolf Steiner bezüglich des Vorwärts- bzw. Rückwärtsgehens in der spirituellen Entwicklung das Lebenswerk von Heinz Grill, für welches er ab etwa dem Jahr 2000 immer häufiger auch die Begrifflichkeit des „Neuen Yogawillens“ als Bezeichnung verwendet. Wiederholt und engagiert weist er in seinen Vorträgen und Büchern darauf hin, dass die heute in esoterischen Kreisen, kirchlichen Gruppen, oder Yogakreisen, meist im Sinne einer Art emotionalen Suche nach Einheitserfahrungen praktizierten Meditationsformen den Übenden vielfach an seinen Körper und damit an sein Karma zurückbinden würden und er damit Gefahr laufe, einen Weg der Entwicklung zu beschreiten, der ihn in eine stärkere Subjektivität führt, und dem Ideal einer zunehmenden Empathiefähigkeit entgegenlaufen würde. Wegen dieser Aussagen sah sich Heinz Grill immer wieder heftigen Angriffen von Seite der katholischen Kirche, aber auch mancher Yogaschulen und Verbände ausgesetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Kern strebt der neue Yogawille eine Neugründung des Menschen in spirituellen Gedanken und damit in einem ersten imaginativen Bewusstsein an und offeriert dazu eine Art der Bewusstseinsschulung und Sinnentwicklung mit Körperübungen, die bisher in dieser Art noch nicht existent gewesen ist. Aus der neu gewonnenen Freiheit und dem reifen Ich-Standpunkt eines zunehmend imaginativen Gedankenlebens heraus wird es dem Übenden schließlich möglich, das Leben inhaltlich besser zu formen, spirituelle Inhalte in den einzelnen Gebieten seines Lebens einzugliedern und sich im Ich einerseits mit dem irdischen, sozialen Leben besser zu verbinden, andererseits aber auch den seelisch-geistigen Welten mit neuen Erkenntnissen entgegen gehen zu können.</p>
<p>Autor:  Gaby Hirschvogel</p>
<div id="sdfootnote1">
<p><a name="sdfootnote1sym" href="#sdfootnote1anc">1</a> So 	z.B. am 6.Juni 1907 in München (GA 99)</p>
</div>
<div id="sdfootnote2">
<p><a name="sdfootnote2sym" href="#sdfootnote2anc">2</a> 3. 	Oktober 1920, GA 322</p>
</div>
<div id="sdfootnote3">
<p><a name="sdfootnote3sym" href="#sdfootnote3anc">3</a> Siehe 	z.B. Heinz Grill, „Über die Einheit von Körper, Seele und 	Geist“, Soyen 1997; Vortrag: Praktische Perspektiven zur Seelsorge 	im esoterischen Bereich.“</p>
</div>
<div id="sdfootnote4">
<p><a name="sdfootnote4sym" href="#sdfootnote4anc">4</a> Heinz 	Grill, „Seelendimension des Yoga“, Neuauflage 2009</p>
</div>
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		</item>
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		<title>Artikel: schöpferische Gestaltung der Beziehung durch Gedanken</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 16:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte Ihnen heute einen Artikel vorstellen, der uns durch Klaus Oppermann, einem Heilpraktiker und Yogalehrer aus Tübingen, zugesandt wurde. In meinen Augen sehr einfühlsam wird hier die Bedeutung der Gedankenbildung für die Wahrnehmung der Mitmenschen, aber auch die Möglichkeit des schöpferischen Gestaltens von menschlichen Beziehungen über eine Gedankenbildung beschrieben.
Ich wünsche Ihnen viele Anregungen beim Lesen.
Bernhard Spirkl
Der Artikel ist hier als PDF herunterzuladen.
Über den Autor:
Klaus Oppermann hat Philosophie und Kulturwissenschaften studiert. Er betreibt heute mit seiner Frau Nelly in Tübingen die &#8220;Heilpraxis in der Ammergasse&#8221;. Internet: www.heilpraxis-ammergasse.de
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich möchte Ihnen heute einen Artikel vorstellen, der uns durch Klaus Oppermann, einem Heilpraktiker und Yogalehrer aus Tübingen, zugesandt wurde. In meinen Augen sehr einfühlsam wird hier die Bedeutung der Gedankenbildung für die Wahrnehmung der Mitmenschen, aber auch die Möglichkeit des schöpferischen Gestaltens von menschlichen Beziehungen über eine Gedankenbildung beschrieben.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen viele Anregungen beim Lesen.</p>
<p>Bernhard Spirkl</p>
<p>Der Artikel ist<a href="http://yogawille.de/wp-content/uploads/2010/03/beziehungsgestaltung.pdf" target="_blank"> hier</a> als PDF herunterzuladen.</p>
<p>Über den Autor:</p>
<p>Klaus Oppermann hat Philosophie und Kulturwissenschaften studiert. Er betreibt heute mit seiner Frau Nelly in Tübingen die &#8220;Heilpraxis in der Ammergasse&#8221;. Internet: <a href="http://www.heilpraxis-ammergasse.de" target="_blank">www.heilpraxis-ammergasse.de</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zur Neuauflage: &#8220;Die Seelendimension des Yoga&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 14:10:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mit der soeben erschienenen Neuauflage des Buches „Die Seelendimension des Yoga“ ist dem Autor Heinz Grill ein Werk gelungen, das ohne Zweifel als wegweisend für die zukünftige Entwicklung des Yoga im Westen betrachtet werden kann. Bereits der Untertitel „Praktische Grundlagen zu einem spirituellen Übungsweg“ deutet an, dass hier nicht nur philosophische Inhalte vermittelt werden sollen, sondern der Leser und Übende zugleich eine profunde Anleitung erhalten soll, wie die Inhalte im eigenen Erleben nachzuvollziehen und somit zu individualisieren sind.
Besonderer Wert wurde darauf gelegt, die im Buch enthaltenen Begrifflichkeiten des Yoga so ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><img class="alignleft size-medium wp-image-232" title="Seelend_Cover_Internet" src="http://yogawille.de/wp-content/uploads/2010/02/Seelend_Cover_Internet-206x300.jpg" alt="Seelend_Cover_Internet" width="206" height="300" /></address>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Mit der soeben erschienenen Neuauflage des Buches „Die Seelendimension des Yoga“ ist dem Autor Heinz Grill ein Werk gelungen, das ohne Zweifel als wegweisend für die zukünftige Entwicklung des Yoga im Westen betrachtet werden kann. Bereits der Untertitel „Praktische Grundlagen zu einem spirituellen Übungsweg“ deutet an, dass hier nicht nur philosophische Inhalte vermittelt werden sollen, sondern der Leser und Übende zugleich eine profunde Anleitung erhalten soll, wie die Inhalte im eigenen Erleben nachzuvollziehen und somit zu individualisieren sind.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Besonderer Wert wurde darauf gelegt, die im Buch enthaltenen Begrifflichkeiten des Yoga so praktisch und anschaulich herauszuarbeiten, dass der Leser sich beim Studium immer besser in der ihm entgegenkommenden Gedankenwelt gründen kann, ohne vorschnell seine eigenen Begrifflichkeiten mit der Terminologie Heinz Grills zu vermischen. Wie häufig ist es doch heute, und dies nicht nur auf dem Gebiet des Yoga, dass im Dialog der Anschauungen die gleichen Begriffe verwendet werden, aber doch ganz unterschiedliche Vorstellungen bestehen und damit Missverständnisse vorprogrammiert sind. Heinz Grill hierzu in seinem Vorwort, „Zum Gebrauch dieses Buches“:</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>„Der Yoga und seine Anleitung heute bedarf einer neuen begrifflichen Interpretation und eines konkreten, differenzierten Gebrauchs seiner Übungen, damit er in seiner ursprünglichen Tiefe eine für das heutige Denken und Wahrnehmen aufklärende Betrachtung erhält und nun nach ausreichend erörterten Begriffen und im Kontext erfassten Bildern das Bewusstsein des gegenwärtigen Menschen erreichen kann.“</em></p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">Der Yoga, so Heinz Grill, sei heute fast gänzlich zu einem Weg der Konsumorientierung geworden, und die Übenden würden fast automatisch die heute gesellschaftlich fest verankerte Konsumhaltung auf allen Lebensgebieten auch auf die Übungsweisen des Yoga übertragen:</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">„<em>Nicht dass der Yoga nur ein Missverständnis für die westliche Welt erzeugen kann, da er aus einem fernen Land und aus früheren Kulturformen entstanden ist, vielmehr ist es sogar die zeitgemäße Bewusstseinshaltung selbst, die das Nutzprinzip oder das materielle Gebrauchsprinzip zur höchsten Maxime erhoben hat, und die nun den Yoga mit seinen ehemaligen hohen Idealen und Inhalten in eine materialistische Sphäre mit ungesunden Vermischungen und Bewertungen der Begriffe führt und auf diese Weise die menschliche Entwicklung der Seele in heimliche und unerkannte Unfreiheiten lenkt.“</em></p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">So fordert der Autor den Leser, dazu auf, statt einem konsumorientierten Ergreifen eines Übungsweges ein selbständiges Denken zu entwickeln, und die Gedanken und Inhalte durch ein <em>„wiederholtes, einfühlsames und konzentriertes Erschauen und eigenständiges, bewusstes Erdenken und Vorstellen“</em> selbst zu ergründen.<em> </em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">Dass der Titel, „Die Seelendimension des Yoga“ nicht etwa als blumige Umschreibung eines mehr wolkig-subjektiven Seelenlebens in der Übungpraxis gemeint ist, zeigt sich für den Leser in der Folge immer deutlicher. Er bemerkt, dass Heinz Grill, wenn er von „Seele“ spricht, aus eigener Erfahrung eine ganz klare und tatsächlich existente Dimension unseres Daseins schildert, zu deren profunder Erforschung er den Leser ermutigen möchte, und diese dann im folgenden anhand von Übungen auch konkret anleitet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">So erfolgt, nach einer einleitenden Betrachtung zur Bedeutung der Atmung in der Übungspraxis eine umfangreiche, mehr als 40 Seiten umfassende und von Skizzen illustrierte Beschreibung der „verschiedenen Regionen des Seelenlebens“, welche sich, den sieben Chakren entsprechend in sieben Regionen gliedern lassen. An dieser Stelle des Buches zeigt sich wohl am deutlichsten der „Evolutionsschritt“ von der letzten, von 2003 stammenden Ausgabe des Buches hin zu der uns heute vorliegenden, wird der Leser doch in einer wunderbar nahen und einfühlsamen Sprache an die verschiedenen Empfindungsdimensionen der Chakren herangeführt, um sie dann in seiner eigenen Übungspraxis „wiederentdecken“ zu lernen.  Neu hinzugekommen sind auch die Kapitel: „Die Aufmerksamkeit am praktischen Beispiel“ und „Der rhythmische Aufbau der Übung und die Entwicklung des Yoga aus dem sozialen Kontext“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">Im folgenden Hauptteil sind den sieben Chakren jeweils vier bis sieben Übungen zugeordnet und nacheinander in ihren seelischen Sinnbildern und ihrer Ausführung beschrieben. Beeindruckend an diesem Übungsteil sind die Bilder, die durchaus auch für sich stehend die hohe künstlerische Dimension einer  Übungsweise mit Yoga erahnen lassen, welche Yogaübungen nicht zum Konsum benutzt, sondern sie in ihrer ganzen Wesensgestalt herauszuarbeiten und im Körper darzustellen versucht. Auch hier sind im Vergleich zu letzten Ausgabe viele Übungen neu hinzugekommen, ja sogar eigens während der Entstehung dieses Buches für die Erfordernisse des Lesers angepasst oder neu konzipiert worden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">Den Abschluss bildet eine dreigegliederte Meditation zu den „drei Kreisen“, welche die Beziehung der Chakren untereinander und ihren Zusammenhang zum Kosmos als Ganze noch einmal verdeutlicht, sowie eine bebilderte Anleitung zum „Sonnengebet (Surya Namaskar).</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">Als ausgeprochenes Praxisbuch bietet diese Neuauflage eine wohl schier unerschöpfliche Grundlage für den Yogaleher, das ihm sowohl zum eigenen Studium, als auch als Inspirationsquelle für den Unterricht dienen kann. Auch der im Yoga noch unerfahrene Kursteilnehmer kann durch die  erweiterte und an vielen Stellen vereinfachte Darstellung der Inhalte einen Zugang zu einer Yogapraxis finden, die ihn über die heute übliche Konsumhaltung hinaus in das reale Erleben einer seelischen Dimension des Lebens hineinzutragen imstande ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">In diesem Sinne wünsche ich dem Buch eine weite Verbreitung und hoffe, dass es zukünftig einen würdigen Platz in der zeitgenössischen Yogaliteratur als ein Standardwerk eines zukunftsweisenden „Neuen Yogawillens“ erhalten wird.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">Bernhard Spirkl</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;">Das Buch kann beim Synthesia Verlag bestellt werden:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; font-style: normal;"><a href="http://www.yogabuecher.de" target="_blank">www.yogabuecher.de</a></p>
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		<title>Das Bild des freien Menschen bei Rudolf Steiner und Heinz Grill, Teil 1</title>
		<link>http://yogawille.de/2009/10/22/das-bild-des-freien-menschen-bei-rudolf-steiner-und-heinz-grill/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 12:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

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		<description><![CDATA[
Rudolf Steiner hat die „Philosophie der Freiheit“ immer als eine Grundlage für die später von ihm entworfene Anthroposophie gesehen. In wunderbarer gedanklicher Schärfe wird uns hier das Bild des freien Menschen geschildert.
Eine der wesentlichsten Frage künftiger menschlicher Kulturentwicklung wird es wohl sein, ob sich Menschen finden, die ein freies Menschenbild in sich selbst und in ihrem sozialen Leben verwirklichen und damit aus den Massensuggestionen der Zeit auszubrechen wissen.
Der in das Zeitgeschehen vollkommen eingebundene Mensch der Gegenwart fühlt sich zwar subjektiv als „freies Individuum“, bei näherem Hinsehen stellt sich diese naive ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="text-align: justify;">Rudolf Steiner hat die „Philosophie der Freiheit“ immer als eine Grundlage für die später von ihm entworfene Anthroposophie gesehen. In wunderbarer gedanklicher Schärfe wird uns hier das Bild des freien Menschen geschildert.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine der wesentlichsten Frage künftiger menschlicher Kulturentwicklung wird es wohl sein, ob sich Menschen finden, die ein freies Menschenbild in sich selbst und in ihrem sozialen Leben verwirklichen und damit aus den Massensuggestionen der Zeit auszubrechen wissen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der in das Zeitgeschehen vollkommen eingebundene Mensch der Gegenwart fühlt sich zwar subjektiv als „freies Individuum“, bei näherem Hinsehen stellt sich diese naive Annahme aber als Selbsttäuschung heraus. Zwar lassen die heutigen Umstände innerhalb der westlichen Gesellschaften recht weitgehende äußere Freiheiten zu, eine wirkliche innere Freiheit aber ist noch nicht gegeben. Wie ist das zu verstehen?</p>
<p style="text-align: justify;">„Frei ist der Mensch nur wenn er in jedem Augenblick seines Lebens sich selbst zu folgen in der Lage ist,“ (”Philosophie der Freiheit” S.130) schreibt Rudolf Steiner. Was es aber heißt, sich selbst zu folgen, wird an einer weiteren Stelle deutlich: „Eine Handlung wird als eine freie empfunden, soweit deren Grund aus dem ideellen Teil meines individuellen Wesens hervorgeht, jeder andere Teil einer Handlung, gleichgültig ob er aus dem Zwange der Natur oder aus der Nötigung einer sittlichen Norm vollzogen wird, wird als unfrei empfunden.“</p>
<p style="text-align: justify;">Das Bild des freien Menschen umfasst für Steiner also zweierlei: Die Freiheit vom „Zwange der Natur“ und auf der anderen Seite die Freiheit von der „Nötigung“ durch sittliche Normen, die der Mensch sich auferlegt bzw. die ihm unter Androhung von Strafe durch eine Autorität auferlegt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun könnte mancher sogleich einwenden, dass eine vollkommene Freiheit vom „Zwange der Natur“ für den Menschen etwas Unmögliches darstellt bzw. je nach seiner Prägung sogar etwas „Ungesundes“ in einer derartigen Bemühung erblicken.</p>
<p style="text-align: justify;">Derjenige, der einen solchen Einwand macht, verrät aber damit nur, dass er ein „Sollen“, einen Imperativ in die Darlegung von Steiner hinein interpretiert. Im Bild des freien Menschen müssen wir für diese erste Betrachtung tatsächlich erst einmal ein Ideal sehen, das das einzelne Individuum erst langsam bei sich zur Verwirklichung bringen kann, und das, wie es Heinz Grill in seiner Terminologie beschreibt, mehr ein Ziel des Menschseins in einem unendlichen Yoga des individuellen Neuwerdens bezeichnet. Diese Freiheit ist nicht etwas, in das wir von heute auf morgen eintreten könnten, sondern sie beschreibt ein Ziel des Yoga.</p>
<p style="text-align: justify;">Was aber meint Steiner damit, dass eine Handlung nur dann als eine „freie empfunden (wird), soweit deren Grund aus dem ideellen Teil meines individuellen Wesens hervorgeht“?</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser, etwas geheimnisvoll scheinende, „ideelle Teil meines individuellen Wesens“ ist in der Philosophie der Freiheit sehr umfangreich hergeleitet. Etwas vereinfacht gesagt, dürfen wir es wohl mit dem eigentlichen Ich des Menschen, dem „jiva“, wie wir es im Yoga nennen, in Verbindung bringen. Dieses Ich ist dasjenige, das den Menschen zu einem einzigartigen Individuum macht und durch die Inkarnationen hindurchgeht. Sein Wesen ist geistiger Art. „Das Individuelle in mir ist nicht mein Organismus mit seinen Trieben und Gefühlen, sondern das ist die einige Ideenwelt, die in diesem Organismus aufleuchtet.“ (S.130)</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ich des Menschen ist also für Steiner, ebenso wie für Heinz Grill und seinen neuen Yogawillen nicht etwas, das aus dem „Fleisch und Blut“ des Körpers hervorgehen kann, sondern eine „einige Ideenwelt, die in diesem Organismus (meines Körpers) aufleuchtet“.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Ich hat der Mensch Anteil an den „einigen Ideenwelten“ des Geistes. So ist dieser innerste Kern des Menschseins eigentlich seiner Natur nach schon frei. Dadurch aber, dass dieses Ich während eines Erdenlebens sich mit einem Körper verbindet, taucht es gewissermaßen hinein in den „Zwang der Natur“. Genau hier setzt auch der Grundgedanke des Yoga an, der den Menschen in seinem Ich stärken bzw. dieses Ich unabhängiger vom Körper machen möchte. Heinz Grill beschreibt in diesem Sinne das Ziel des Yoga:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">„Ganz einfach, ohne fachterminale Zuordnung gesprochen, will der Yoga aus der Reinheit der Seele (bzw. „Der neue Yogawille“ A.d.V.)  mehr die geistigen Anteile in der globalen Wesensnatur des Menschen stärken. Die geistigen und damit auch die neu zu individualisierenden Anteile sollen sich auf dem Entfaltungsweg immer mehr zu einer reiferen, stabileren und gleichzeitig geeinten Persönlichkeit erheben, so dass der Körper in seiner Dominanz mit seinen Ängsten und Beschwernissen zurückweicht und ein Licht des Individualisierten und gleichzeitig Unendlichen die Führung übernimmt.“ (Heinz Grill, &#8220;Orientierung und Zielsetzung des Yoga aus der Reinheit der Seele&#8221;, online <a href="http://www.heinzgrill.de/broschuere-orientierung-zielsetzung.htm" target="_blank">hier</a>).</p>
<p style="text-align: justify;"><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Indem die geistigen und „neu zu individualisierenden“ Anteile sich erheben, weicht der Körper bzw. „der Zwang der Natur“, wie ihn Steiner im obigen Zitat genannt hat, zurück und der Übende erhebt sich damit immer mehr zu einer freien Individualität.</p>
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		<title>Video: &quot;Die Frühjahrspflanze&quot;</title>
		<link>http://yogawille.de/2009/10/19/video-die-fruhjahrsplanze/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 15:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

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Dieses Video von Stephan Wunderlich erfreut sowohl das Auge als auch das Ohr des Betrachters. Entstanden ist das Gedicht, das dem Lied zugrundeliegt, während der Praxis von Yogaübungen im Beisein von Heinz Grill. Als uns gerade die Yogaübung des Bogens (siehe unten) beschäftigte und wir über die Art der Expanison aus dem mittleren Rücken sprachen, wies Heinz Grill auf die Analogie zwischen den an der Blütenbildung bei den (damals gerade überall hervorsprießenden) Frühjahrspflanzen arbeitenden Kräften und der Dynamik bei dhanurasana, dem Bogen, hin. Wenige Minuten später entstand das Gedicht, dessen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2AZx3ygQO5M&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/2AZx3ygQO5M&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Video von Stephan Wunderlich erfreut sowohl das Auge als auch das Ohr des Betrachters. Entstanden ist das Gedicht, das dem Lied zugrundeliegt, während der Praxis von Yogaübungen im Beisein von Heinz Grill. Als uns gerade die Yogaübung des Bogens (siehe unten) beschäftigte und wir über die Art der Expanison aus dem mittleren Rücken sprachen, wies Heinz Grill auf die Analogie zwischen den an der Blütenbildung bei den (damals gerade überall hervorsprießenden) Frühjahrspflanzen arbeitenden Kräften und der Dynamik bei dhanurasana, dem Bogen, hin. Wenige Minuten später entstand das Gedicht, dessen Wortlaut im Video zu sehen und zu hören ist.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://yogawille.de/wp-content/uploads/2009/10/bogen.jpg"><img class="size-full wp-image-116 aligncenter" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="bogen" src="http://yogawille.de/wp-content/uploads/2009/10/bogen.jpg" alt="bogen" width="300" height="203" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Aus dem Umkreis (&#8220;Aus Kreisen weiten Ätherlichtes&#8221;) sammelt sich ein Lebenskräftewirken (&#8220;tastet herab feinste blütenfrohe Berührung&#8221;) und &#8220;gebärdet aus sonnenlichten Höhen das werdende Frühjahrspflanzenwesen&#8221; bzw. formt die Körperübung zu einer unglaublich dynamischen Übung des Weitwerdens und der Spannkraft. Aus der Konzentration entfaltet sich die Bewegung kräftig wie eine Frühjahrsblüte in den Raum hinein.</p>
<p>Hier noch einmal der ganze Wortlaut des Gedichtes:</p>
<blockquote><p>Aus Kreisen weiten Ätherlichtes<br />
tastet herab feinste blütenfrohe Berührung<br />
(die) gebärdet aus sonnenlichten Höhen<br />
das werdende Frühjahrspflanzenwesen.</p>
<p>Das Licht aber, das sonnenleichte,<br />
das reine Geschöpf, das außerirdische,<br />
gibt und sinnet dem Tode<br />
dem Zyklus der Erdenstofflichkeit</p>
<p>Es knospet, sprießt, erblüht<br />
ein Licht aus ehemaligen Äthersphären<br />
zur Mitte geworden, unsagbar,<br />
im Zentrum wachsender Erdenwelten</p>
<p>Damit entstehen können endlich<br />
jene frohen Töchter der Sonne selbst<br />
im Pflanzenwesen, im Blütenschimmer,<br />
reine Formen, ein geschmeidiges Kleid.</p>
<p>Die Frühjahrsspflanzen wirken nun<br />
im sanften blauen Ätherglanze<br />
auf den Menschenwillen heilsam<br />
zu guten Erdentaten, ein Atem.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die schönen Natur- und Pflanzenaufnahmen für das Video stammen von Martin Sinzinger, der sich als Naturfotograf einen Namen gemacht hat und auch Fotokurse und Naturerlebnis-Reisen anbietet. Mehr über die Angebote von Martin Sinzinger finden sie hier: <a href="http://www.naturbegegnung.de" target="_blank">www.naturbegegnung.de</a></p>
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